30. Mai 2011
Stellungnahme des AVAP zur Flyer-Aktion
von UNIA und SYNA
Der Vorstand "Angestellte ALSTOM Power" nimmt Stellung zum Inhalt des Flyers der Gewerkschaften UNIA uns SYNA, der anlässlich einer Aktion vor dem Alstom Werk in Birr am Montag, 30. Mai 2011 verteilt wurde.
"Unia und Syna fordern Alstom zum Umdenken auf - offensive Industriestrategie statt Stellenabbau" |
Die Aussagen in diesem Flyer zeugen nicht davon, als ob die Gewerkschaften Kenntnis hätten, was Alstom überhaupt macht. Der Vorstand ist der Meinung, dass viele Mitarbeitende dies ebenfalls so sehen und das wirft kein gutes Licht auf die beiden Gewerkschaften.
Grundsätzlich gilt es festzuhalten, das der Sozialplan in erster Linie die Personalvertretung mit der Schweizer Geschäftsleitung ausgehandelt hat. Zudem wurden schon viel früher Massnahmen eingeleitet um die Zahl der angekündigten 750 betroffenen Stellen zu reduzieren. Es sind genau diese Massnahmen, die im Flyer erwähnt sind. Personalvertreter und Manager auf diversen Stufen haben sich hierfür eingesetzt.
Die Forderung, Alstom soll sich konzernweit strategisch neu ausrichten und sich verstärkt den Segmenten Hydro, Wind und Gas widmen, lässt uns erst recht daran zweifeln, dass die Gewerkschaften das Portfolio der heutigen Alstom überhaupt kennen.
Das Hydro-Business ist eines der ältesten Geschäftsgebiete von Alstom und seit der Fusion ABB Kraftwerke AG und Alstom, ist die heutige Alstom sogar als Komplettanbieter am Markt. In der Schweiz ist ein grosser Teil des Hydro-Generatoren-Businesses beheimatet.
Im Bereich Windenergie ist Alstom seit der Übernahme der spanischen Firma Ecotècnia Ende Oktober 2007 auch in diesem Bereich tätig und baut seither die Präsenz und das Geschäftsfeld weltweit aus. Es ist eine Illusion zu glauben, dass in der Schweiz Fertigungsstätten hierfür gebaut werden.
Im Gas-Business ist Alstom ebenfalls schon Jahrzehnte tätig und zwar seit dem Bau der ersten BBC Gasturbine für die kommerzielle Stromproduktion im Jahre 1939. Baden/ Birr ist das wichtigste Zentrum für dieses Business.
Dass in diesen und weiteren Bereichen der erneuerbaren Energien Investitionen getätigt werden und in die Ausbildung des Personals investiert wird, versteht sich von selber.
Alstom unternimmt vieles um Marktanteile zu gewinnen und weil der Markt zur Zeit vor allem in Asien stattfindet, werden auch dort Kapazitäten aufgebaut. Ohne diese Aufträge müssten Forschungsgelder, die vor allem in Europa und insbesondere in der Schweiz ausgegeben werden, reduziert werden, weil der Markt sich in Europa und in den USA leider schwach präsentiert. Der Ausstieg einiger Länder aus der Atomenergie wird hier aber sicher eine Wende herbeiführen.
Alstom ist mit dem breitesten Angebot an Energie-
erzeugungssystemen gut für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Zudem versucht die Personalvertretung und das Management alles um die offenen Stellen mit internen Personen zu besetzen. Leider ist das aber nicht in jedem Fall möglich.
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